Energie sparen beginnt bei den kleinen Dingen!

Wenn wir mit offenen Augen unsere Umgebung wahrnehmen und die „Energiefresser“ entlarven, ist Energiesparen ganz einfach! Schon kleine Veränderungen haben eine große Wirkung. Und das Beste daran: Wir brauchen dafür nicht einmal auf unseren gewohnten Komfort zu verzichten.

Warm und kuschelig wollen wir es haben. Das geht auch trotz „Sparkurs“. Wer seine durchschnittliche Raumtemperatur um nur 1°C senkt, spart zum Beispiel bis zu 6 % Heizkosten im Jahr.

Die neueste Heizkessel-Generation verbraucht deutlich weniger Energie. Bei Niedertemperatur- und Brennwertkesseln sind das bis zu 40 %. Keine Frage: Besonders schadstoffarm heizen Sie mit Erdgas.
Und natürlich sollte die gesamte Heizungsanlage selbst gut gedämmt sein, wenn die Technik in ungeheizten Räumen aufgebaut wird. Kessel, Warmwasserspeicher und alle Rohrleitungen geben sonst Wärme ab, die ungenutzt bleibt und damit unnötig Energie verbraucht.

Nachtabsenkung voll ausnutzen:

Die Nachtabsenkung kommt, wie der Name schon sagt, in der Nacht zum Tragen – ist aber nicht zwangsläufig auf die Nacht beschränkt. Über eine passende Programmierung wird die Raumtemperatur auf etwa 18 Grad abgesenkt – und sofort sind weitere 20 bis 30 % Energie eingespart.

Heizkörper benötigen ihre Freiheit

Alles, was die Luftzirkulation behindert, sollte entfernt werden. Dazu zählen auch Schmutzablagerungen. Das Gleiche gilt für: Verkleidungen, Vorhänge, Möbel und Wäsche zum Trocknen. Das alles schluckt schnell 20 % der abgegebenen Wärme.

Frische Luft macht den Kopf frei

Und eine gut gelüftete Wohnung ist weniger anfällig für Stockflecken und Schimmel. Richtiges Lüften heißt: Fenster nicht auf Kipp stellen, sondern vier Mal am Tag für 5 Minuten die Fenster weit öffnen. Aufgrund von stundenlang gekippter Fenster kann sich eine Heizkostenabrechnung um bis zu 200 Euro im Jahr erhöhen. Selbstverständlich vertragen auch Bad und Küche nach dem Duschen und Kochen eine tägliche Frischluftzufuhr.

Sinnvoll Wasser sparen im Alltag

Trinkwasser ist ja an sich schon sehr preiswert. Und in den vergangenen Jahren ist die Pro-Kopf-Nutzung von 140 auf 120 Liter gesunken. Dennoch gilt: Duschen geht schneller und benötigt weniger Wasser als Baden. Wer das konsequent beachtet, kann in einem Vierpersonenhaushalt rund 150 Euro jährlich sparen. Hilfreich sind auch Durchflussbegrenzer am Armaturenauslauf der Waschbecken und am Duschkopf. 20 bis 50 % Wasser und auch Energie zur Aufbereitung lassen sich damit einsparen.

Der Wäscheberg, jede Woche

Die volle Ausnutzung der empfohlenen Waschmaschinen-Füllmenge, eine Maximaltemperatur von 60° C bei der Kochwäsche und 30° C bei der Buntwäsche sparen bis zu 200 kWh Strom, 5.000 Liter Wasser und immerhin 16 kg Waschmittel. Wer es als Sparfuchs hier auf die Spitze treiben will, der versorgt seine Waschmaschine über einen Warmwasseranschluss, verzichtet auf die Vorwäsche. Und hängt die Wäsche auf die Wäscheleine statt den Trockner zu benutzen.

Je mehr Eis, desto weniger kühl

Paradox, ist aber so: Gefrier- und Kühlgeräte sollten im Innern stets ohne Eisschicht auskommen. Deshalb müssen sie regelmäßig gereinigt und abgetaut werden. Für den Kühlschrank reichen 7° Celsius zum Frischhalten der Lebensmittel, das Gefriergut bleibt bei
-18° sehr lange haltbar. Schon eine um ein Grad kühlere Innentemperatur verbraucht 5 % mehr Energie. Und: Die Türen immer nur kurz öffnen, damit sich kein Eis bildet und der Verbrauch sich erhöht.

Lassen Sie spülen!

Moderne Geschirrspüler benötigen für das Reinigen von Geschirr nur 30 % der Wassermenge die beim Hand-Spülen verbraucht wird. Sind die Spülmaschinen optimal befüllt, dann wird richtig gespart. Zu beachten ist beim Kauf der Geräte die Kennzeichnung mit Energiespar-Labels. Seit Sommer 2017 wurden die bisherigen Plus-Klassen (A+++, A++, A+) zugunsten einer Klassifizierung von „A“ bis „G“ abgeschafft.

Die Sache mit dem Topf und dem Deckel:

ein geschlossener Deckel spart 60 % Energie ein! Darüber hinaus sollten energiesparende Töpfe verwendet werden, die vom Durchmesser exakt auf die Heizplatte passen. Ist der Topfboden eben, können weitere 15% Energie eingespart werden.

Das Aus für „Stand by“

Der Stand-by-Modus kostet bares Geld. Wenn Sie die Gerätegruppen konsequent mit einer schaltbaren Steckerleiste vom Stromnetz trennen, bessert das die Haushaltskasse eines 4-Personen-Haushalts mit rund 100 Euro im Jahr auf.

LED-Technik – eine Erleuchtung

Die „alten“ Glühbirnen nutzten nur 5 % der eingesetzten Energie, um Licht zu erzeugen, der Rest wurde in Wärme umgewandelt. LED-Leuchtmittel sind da kleine Energiewunder. Der Stromverbrauch sinkt im Vergleich zur Glühbirne um 90 %. Angesichts der längeren Lebensdauer amortisiert sich der etwas höhere Anschaffungspreis nach kurzer Zeit.