Preise für Strom und Gas steigen

Preisanpassung zum 1. Januar 2022

Nordhorn. Die massiv gestiegenen Rohstoffpreise sind seit Monaten ein großes Thema, denn seit Jahresbeginn explodieren die Großhandelspreise für Strom und Erdgas. Auch die nvb GmbH ist davon betroffen und wird die erhöhten Kosten im Bereich der Energiebeschaffung zum 1. Januar 2022 an ihre Kunden weitergeben müssen.

„Gerade in den letzten Wochen sind die Börsenpreise für Strom und Gas noch einmal kräftig angezogen“, sagt Thomas van der Kamp, Leiter Markt und Vertrieb bei nvb. Im Oktober 2020 lag der Gaspreis bei 15 Euro pro Megawattstunde – im Oktober 2021 wurde Gas für 90 Euro pro Megawattstunde gehandelt. Für eine Megawattstunde Strom wurden vor einem Jahr 34 Euro gezahlt – in diesem Jahr Oktober stieg der Preis auf 148 Euro pro Megawattstunde. Hinzu kommen noch Kosten für Transport, öffentliche Abgaben und Steuern.

„Dank unserer vorausschauenden und langfristigen Beschaffungsstrategie haben wir einen Großteil der für 2022 benötigten Mengen Strom und Gas schon vor Beginn der massiven Preissteigerungen eingekauft. Dadurch können wir die Preiserhöhung für unsere Kunden nun deutlich abmildern“, so van der Kamp weiter.

In der Gas-Grundversorgung bleibt der Grundpreis mit 12,95 Euro/Monat stabil, während der Bruttopreis pro Kilowattstunde (kWh) um 1,83 Cent auf 8,21 Cent/kWh steigt. Für eine drei- bis vierköpfige Familie mit einem durchschnittlichen Gasverbrauch von 17.500 kWh pro Jahr fallen ca. 27 Euro Mehrkosten im Monat an.

In der Strom-Grundversorgung gibt es beim Grundpreis ebenfalls keine Veränderung. Der Arbeitspreis erhöht sich auf 32,18 Cent pro Kilowattstunde (+1,9 ct/kWh). Das bedeutet bei einem Durchschnittsverbrauch von 3.000 kWh pro Jahr eine Erhöhung um ca. 5 Euro monatlich.

Neben den Grundversorgungstarifen werden auch die Arbeitspreise einiger Strom- und Gas-Sondervertragstypen zwischen 1,5 und 2 Cent pro Kilowattstunde angehoben. Alle Verträge mit einer Preisgarantie sind von einer Erhöhung ausgenommen.

Für die aktuelle Preisentwicklung der Energieträger gibt es verschiedenste Gründe. Ein Faktor ist die Erholung der globalen Wirtschaft von der Corona-Krise. Weltweit wurden die Produktionen wieder hochgefahren und dementsprechend steigt die Nachfrage nach Energie – und damit steigen auch die Preise. So lässt z. B. der massive Energiebedarf in China, der nicht durch eigene Energieressourcen gedeckt werden kann, die Energiepreise steigen.

Durch den strengen Winter sind die Gasvorräte in Europa geschrumpft. In Deutschland sind die Gasspeicher derzeit nur zu rund 70 Prozent befüllt. Demzufolge stehen für die kommende Wintersaison geringere Reserven zur Verfügung.

Da Gas nicht nur zum Heizen, sondern auch zur Stromerzeugung verwendet wird, beeinflusst dies auch den Strompreis. Hinzu kommt, dass Windräder wegen eines schwachen Windaufkommens rund ein Fünftel weniger Strom lieferten als im Vorjahr.

Auch die Energiewende hat, durch die Einführung der staatlichen CO2-Abgabe auf Kohle, Benzin, Heizöl und Gas zur Reduzierung der Treibhausgase, Einfluss auf die Strom- und Gaspreise. Um den Umstieg auf regenerative Energien zu beschleunigen, werden von der EU Jahr für Jahr weniger CO2-Zertifikate in den Markt gebracht, was ihren Preis steigen lässt.

Die EEG-Umlage auf Strom sinkt zwar von 6,5 ct/kWh auf 3,723 ct/kWh. Allerdings können damit die hohen Beschaffungskosten nur zum Teil ausgeglichen werden.

 

Ansprechpartnerin:

Anja Sunder – Marketing/Kommunikation

nvb Nordhorner Versorgungsbetriebe GmbH
Gildkamp 10
D-48529 Nordhorn